Speisepilze und Giftpilze

Pilze sind seit Jahrtausenden Jahren ein fester Bestandteil des Speiseplanes vieler Völker und Kulturen. Die Giftigkeit einzelner Arten gibt einige Volksgruppen (wie z.B. die Engländer) den Anlass Pilzen generell skeptisch gegenüber zu stehen. Andere Pilze werden als Vitalpilze oder Heilpilz bezeichnet und werden schon lange in der traditionellen Medizin verschiedenster Völker genutzt.

Von über 5000 bekannten mitteleuropäischen Pilzarten sind nur ca. 150 als Giftpilze identifiziert. Von diesen Giftpilzen wirkt nur ein geringer Teil teilweise tödlich.
Die Pilzgifte haben unterschiedliche Eigenschaften. Das Gift des Faltentintlings (Coprinus atramentarius) wirkt beispielsweise nur in Verbindung mit Alkohol. Wird nach dem Konsum des Pilzes innerhalb von 3 Tagen Alkohol konsumiert, so stellen sich Vergiftungssymptome wie Herzrasen, Übelkeit und Kopfschmerzen ein. Andere Pilze enthalten rauschgiftähnliche Substanzen. Einige Psilocybe-Arten (z.B. Psilocybe semilanceata) und haben ähnlich Eigenschaften wie LSD oder andere Drogen. In Mexiko werden diese zu religiösen Zwecken benutzt. Der sehr bekannte Fliegenpilz beinhaltet ebenfalls berauschende Substanzen, die jedoch eher zu unangenehmen Nebenwirkungen neigen. Er ist jedoch nicht tödlich wie es vielfach noch geglaubt wird.

In einigen nicht giftigen Arten wurden cholesterinsenkende Wirkungen nachgewiesen. Auch das Wachstum von Tumoren sowie hemmende Stoffe sollen sich z.B. im Shiitake befinden. Pilze sind wahre Mini-Chemiefabriken. Sie besitzen eine Vielzahl an Gerüchen wie zum Beispiele: Kokosflocken, Knoblauch, Seife, Honig, Birnen, Chlor, Weihrauch, Anis, Veilchen, Marzipan und vieles mehr.

Besonderes Augenmerkt liegt heutzutage in den Vitalpilzen, die positive Eigenschaften auf unsere Gesundheit aufweisen. Einige Pilze werden sogar als Anti Aging Pilz verwendet, da sie hautstraffende und verjüngende Wirkungen zeigen.

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