Volkskrankheit Pollenallergie: So bereiten Sie sich optimal auf den nahenden Frühling/Sommer vor

Die Augen jucken, die Nase trieft und die Schleimhäute sind geschwollen. Circa 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden unter den umherfliegenden Pollen. Die Pollenallergiker können schon im Winter darunter leiden. Denn auch im Winter gibt es milde Temperaturen. Es kommen zwar nicht immer Frühlingsgefühle auf, aber die Birke, Erle oder Haselnuss kann schon im Januar anfangen zu blühen.

Einige Allergiker reagieren allerdings erst im Frühjahr oder Sommer auf die Pollen allergisch. Im Sommer beginnt zum Beispiel die Heuernte. Im Spätsommer und Herbst machen den Pollenallergikern die spät blühenden Kräuterpollen wie zum Beispiel Beifuß zu schaffen.

Die schweren Pollen machen nicht das grundlegende Problem der Allergie. Obwohl diese von den Hummeln, Bienen und Schmetterlingen von den Blütenpflanzen durch die Luft transportiert werden. Es sind die feinen und nicht mit dem bloßen Auge erkennbaren Pollen der Kräuter, Gräser und Bäume. Bis über 400 Kilometer weit werden diese durch die Luft geschleudert. Die Windblütler produzieren eine ganze Menge der Pollen. Diese werden dann flächendeckend verteilt, damit artgleiche Pflanzen befruchtet werden können. Alleine der Haselnussstrauch produziert Pollenkörner von mehr als 600 Millionen, die dann in die Atemwege tief eindringen und sich auf den Schleimhäuten festsetzen.

Der Heuschnupfen ist eine ernst zu nehmende chronische Erkrankung. Er verschwindet leider nicht so wie eine einfache Erkältung. Wird die Allergie nicht behandelt, kann sie sich ausdehnen und zum allergischen Asthma entwickeln. Pollen setzen eine immunologische Kettenreaktion in Gang. Der Körper kann erst einmal Antikörper bilden. Das Problem ist, dass die harmlosen Pollen leider sofort als gefährlich vom Körper eingestuft werden, durch eine falsche Programmierung. Der Blütenstaub wird nun fälschlicherweise als Krankheitserreger eingestuft und bekämpft.

Körperzellen erhalten ein Kommando und Histamin wird freigesetzt. Das ist ein Botenstoff, der die Blutgefäßwände durchlässig macht. Durch das Austreten von Zellen, Eiweiß und Flüssigkeit entsteht eine Schwellung und Rötung. Hinzu kommen noch Nies- und Juckreiz. Im schlimmsten Fall gibt´s Magen-Darmstörungen, Migräne und Müdigkeit, Atemnot sowie Schlafstörungen und Depressionen.

Bei Symptomen sollten Sie sich auf jeden Fall behandeln lassen. Der Hautarzt kann beispielsweise sogenannte Antihistaminika verschreiben. Eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann in einigen Fällen durchaus helfen, weil sie die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bessern kann.

Es gibt mittlerweile eine Jahresübersicht über die Pollenflugsaison. Die Daten werden immer aktualisiert und können zum Beispiel im Internet abgerufen werden. Er ist auch eine große Hilfe für Ärzte. Es gibt nicht nur den Jahrsrhythmus, sondern auch den Tagesrhythmus. Dieser ist für alle wichtig, die gerne Ihre Freizeit in der freien Natur erleben möchten.

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